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Shitstorm auf Facebook, Twitterer sammeln Filmtitel - Unterschiedliche Kommunikation im Web 2.0

geschrieben am: 03.01.2012 22:44:39 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Facebook Twitter Social Media Kommunikation Wulff Shitstorm Emotionen

Facebook_Shitstorm

Auf Grund des sehr großen Medienrummels rund um die privaten Kreditangelegenheiten unseres Bundespräsidenten, sollte das Thema eigentlich jeden Bundesbürger in irgendeiner Art uns Weise bereits erreicht haben. Während ich mich damit befasste fiel mir auf, dass die Nutzer auf Twitter und auf Facebook sehr unterschiedlich agieren. Ist dies euch auch aufgefallen?


Zur Zeit steht die Facebookseite des Bundespräsidenten im Kreuzfeuer der deutschen Facebooknutzer. Aktuell wurde die Weihnachtsansprache 2011 unseres Staatsoberhaupts 3690 mal kommentiert und nahezu sekündlich erscheinen neue Einträge. In der Regel sind diese negativ, zum Teil sogar stark beleidigend. Das Bundespräsidialamt, welches die Facebookseite normalerweise als Verbreitungsweg für Pressemitteilungen nutzt, moderiert die Aktivitäten, so weit ich das durch meine Beobachtungen beurteilen kann, nicht. Die User schaukeln sich gegenseitig hoch. Um einen Like zu bekommen, muss ein gewisses Maß an Provokation und Schimpferei im entsprechenden Kommentar enthalten sein. (Evt ist dies auch nur aktuell so, jedoch wenn ich ein wenig die Kommentare zurückblätter verhält es sich nicht wirklich anders.) Ein Facebookevent „Wulff den Schuh zeigen“ wurde angelegt und auch hier steigen die Zusagen stetig.


Wie sieht es auf Twitter aus? – Auch auf Twitter sind die Leute enttäuscht. Jedoch merkt man, dass die Twitternutzer anders kommunizieren. Entweder wird die Situation ernsthaft kommentiert/diskutiert (z.B.: 1 & 2) oder die Nutzer witzeln über die aktuelle Situation. Richard Gutjahr verursachte beispielsweise „nebenbei“ einen neuen Trending-Topic, die #wulfffilme. Der Hashtag schoss auf Platz 1 der deutschen Trending Topics. Inzwischen hat er in seinem Blog die besten 50 Wulfffilme aller Zeit gekürt. (Sehr empfehlenswert!)


An Hand dieser Kurzanalyse und wenigen Beispiele zeigt sich, wie wichtig es ist, dass die verschiedenen Services verstanden werden müssen und dass die Kommunikation auf den Plattformen sehr unterschiedlich stattfindet. Während auf Facebook das „Dampf ablassen“ in Bezug auf diesen konkreten Fall überwiegt, treten die Twitternutzer für ihre Meinung ein und kommentieren Zeitungsartikel, Nachrichten oder sonstige aktuelle Meldungen zum Thema. Dieses Verhalten der Menschen in den Netzwerken hat sich auch in der Vergangenheit bei anderen Shitstorms gezeigt. Am Besten Ihr vergleicht selber einmal, da sich besonders bei solch emotionalen Themen die Unterschiede in der Kommunikation herauslesen lassen.

Stefan Borchert - 03.01.2012 22:44:39 Uhr
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