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News & Blog gefiltert nach: Trends

 

Designtrends: Authentically digital vs. Skeuomorphism Design

geschrieben am: 26.01.2013 17:13:47 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Authentically digital Skeuomorphism Design Design Gestaltung Webdesign Windows 8 Apple Trends

Als Designer beschäftigt man sich viel mit Trends und Gestaltungstheorien. Was ist zur Zeit aktuell - welche Designströmungen beeinflussen zur Zeit die Community und was wird eigentlich als modern wahrgenommen? Aus diesem Grund möchte ich nun zwei gegensätzlich, gleichzeitig jedoch hoch moderne Designströmungen vorstellen: "Authentically digital" und "Skeuomorphism Design"


Was ist Authentically digital ?
Das Designprinzip des "Authentically digital" besagt, dass das digitale Produkt für sich stehen kann und eine Nachahmung der Realtität nicht benötigt. Das digitale Produkt - also zum Beispiel eine App, eine Website etc. - steht zu seinem digitalen Aussehen und seiner digitalen Nutzung. Eine Nachahmung von Produkten aus der Realität wird nicht benötigt.
Das noch relativ frische Betriebssystem Windows 8 stellt das Designprinzip des Authentically digital als eine der Hauptdesignrichtlinien in den Fokus der Gestaltung. Die inzwischen weltweit bekannte "Windows 8 UI" (ehemals "Metro UI") erinnert somit an keine realen Objekte, sondern setzt sich aus digitalen Flächen zusammen.
Doch auch im Webdesign bedienen sich viele Seiten diesem Designtrend. Ein Beispiel aus dem Web ist die sehr gelungene Präsentation der Google-Datencenter. Das frische Kacheldesign verzichtet auf unnötige Schatten und sonstige Analogien zur realen Welt.


 Google Datencenter
Screenshot: Google Datencenter-Website (Stand 20.01.2013, Link)


Doch auch andere bekannte Brands haben sich für den "Authentically digital" Designansatz entschieden. So hat beispielsweise die BBC bei Ihrem Sender-Relaunch vor wenigen Wochen ebenfalls ihr Erscheinungsbild in den digitalen Medien überarbeitet. Die Website ist hierbei ebenfalls sehr stark dem Gedanken der Reduktion und der digitalen Fläche unterworfen. (Update: Auch die Seite des ZDF ist, obwohl sie sehr unterschiedlich in der Gestaltung zum BBC-Design ist, "Authentically digital".)


Und was ist nun "Skeuomorphism Design"?
Unter dem Begriff "Skeuomorphism Design" versteht man ziemlich genau das Gegenteil des "Authentically digital". Hier lehnt sich die Gestaltung sehr stark an vorhandene reale Objekte an. So wird ein E-Book-Reader als Bücherregal, eine Kalenderfunktion als Taschenkalender oder eine Darstellung der Uhrzeit als Wanduhr gestaltet. Der Nutzer erlernt die Bedienung an Hand der für ihn bekannten Objekte.
Apples Betriebssystem iOS ist sehr stark mit Elementen "Skeuomorphism Design" durchzogen. Doch auch viele Webseiten greifen auf dieses Gestaltungsprinzip zurück. So sind Warenkörbe meist als Einkaufstüten gestaltet oder schriftliche Kontaktmöglichkeiten mit einem Brief symbolisiert.


 Burgerking
Screenshot: Produktpräsentation des "Whopper" auf der Burgerking Website (Stand 26.01.2013, Link)


Burgerking nutzt zur Präsentation seiner Produkte neben einer Medienbühne ein aufgeschlagenes Kochbuch. Der Kochbuchcharakter wird durch angehängte Zettelchen, die mit Büroklammern befestigt sind verstärkt.


Schlusswort
So unterschiedlich die beiden Designtrends sind, so interessant ist es jedoch diese gegensätzlichen Gestaltungsarten zu betrachten. Es gibt Verfechter beider Trends - doch kommt es schlussendlich immer darauf an, ob und wie einer dieser Trends zu einer Marke, Person etc. passt. Einen Trend nur des Trends halber mitzugehen macht im Design ebenso wenig Sinn wie in der Mode.


Preisfrage zum Schluss: Na, welchen Designtrend greift meine Website hauptsächlich auf?

Stefan Borchert - 26.01.2013 17:13:47 Uhr
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Logodesign ein kritischer Blick auf aktuelle Trends

geschrieben am: 06.02.2010 10:45:39 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Logo Design Trends

Inspiriert von zahlreichen Logo-Rebrushes in den letzten Wochen habe ich entschlossen mich der Thematik Logo-Design in einem Blogeintrag zu widmen.
Falls ihr euch nun fragt, welche großen Firmen in den letzten Wochen oder Monaten ihr Logo erneuert haben so möchte ich euch beispielsweise auf GEZ, AOL, Click and Buy oder Union Investment hinweisen.
Wenn man die Entwicklungen im Logo-Design beobachtet fällt auf, dass viele Logos inzwischen für digitale Medien abgeändert (zum Teil sogar optimiert) werden. Es finden sich immer häufiger Logos mit Verläufen, Glanzeffekten oder Spiegelungen in den CIs der Firmen wieder. Doch woran liegt das? Eigentlich sind diese Logos doch für Printmedien ungeeignet. Ich denke, dass die meisten Auftraggeber ihre Logos mit Logos von Internetplattformen, die vorzugsweise im Web2.0 agieren, vergleichen. Am Bildschirm sieht ein Logo auf den ersten Blick wertiger aus und macht mehr Eindruck wenn es mit Glanzeffekten usw. versehen ist. Die wenigsten Auftraggeber bedenken, dass die meisten großen Unternehmen auf solche Spielereien verzichten oder zumindest nur sehr dezent einsetzen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Logo in gedruckter Form auf Spiegelungen und Glanzeffekte verzichtet – im Web dezente Effekte genutzt werden können ohne dass die Aussage des Logos verändert wird.

Daher kurz eine Zusammenfassung welche Medien ein Logo im Idealfall abdecken sollte:

  • Druck (von Hausgroß – über Briefpapierlogo – bis zur Briefmarke)
  • Web (von Favicon bis Websitelogo)
  • Stempel (= schwarz-weiß)
  • Fax (= schwarz-weiß)
  • auf diversen Untergründen (z.B.: Stoffen, Metall, …)
  • Wie ihr seht, erfüllen die typischen Web2.0 Logos leider die meisten Vorraussetzungen nicht und es müssen ähnliche Logos für die anderen Medien erstellt werden.
    Daher mein Tipp: Verzichtet als Gestalter nach Möglichkeit auf Effekte und klärt entsprechende Kunden über die Nachteile dieser auf. Wenn ein Kunde weiterhin auf grafische Spielereien besteht ist es empfehlenswert diese möglichst dezent einzusetzen um kleine Hervorhebungen im Web möglich zu machen – die Printversion jedoch möglichst ohne diese Effekte zu publizieren.

    Stefan Borchert - 06.02.2010 10:45:39 Uhr
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