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Gibt es Second Life noch?

geschrieben am: 23.10.2009 07:41:27 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: SecondLife

Auf Grund meines Studiums musste ich mich vergangene Woche bei Second Life anmelden, da wir eine Projektarbeit über die Plattform medial begleiten sollen. Durch diese Aufgabe wurde mir das Hypethema vergangener Zeiten wieder ins Gedächtnis gerufen.
Die meisten von uns wissen, dass Second Life aktuelle größte Probleme hat. Der Hype ist vorbei – die Unternehmen haben sich größtenteils wieder aus ihrem zweiten Leben zurückgezogen, nachdem sie mit einem Schlag alle vertreten sein wollten. Auch viele große deutsche Unternehmen wollten sich auf der neuen Plattform präsentieren und haben fleißig Agenturen beauftragt ihre digitale Welten zu erschaffen. Doch der Erfolg dieser Aktivitäten blieb aus und somit begann nach und nach der Rückzug. Gründe sind, dass potentielle Kunden selten auf einer Plattform wie Second Life nach Informationen suchen, Produkte kaufen oder die Unternehmensprofile überhaupt besuchten. Die virtuelle Welt ist zu langsam und zu umständlich um Unternehmenskommunikation zu betreiben. Vergleichen wir Second Life mit den aktuellen Hypethemen Twitter und Facebook, so erkennen wir, dass diese durch ihre Geschwindigkeit, ihre Kundennähe, ihre Nutzungsmöglichkeiten und durch ihre Implementierung sowie Verknüpfung viel interessanter sind. Faktisch ist und war der Service immer vom restlichen Internet getrennt, was ein Mashup verhindert hat. Eine Schnittstelle mit anderen Onlineinhalten fehlte vollständig.
Eine weitere Zielgruppe, die ursprünglich angesprochen werden sollte, die Zielgruppe der Spieler, hat sich längst aus ihrem zweiten Leben verabschiedet (wenn sie überhaupt da war!). Grafik, Gameplay und keine nennenswerte Geschichte haben die Spieler verschreckt und zu Simulationsspielen wie „Die Sims“ zurückgeführt oder andere Onlinewelten entdecken lassen (World of Warcraft).
Heute versucht Second Life erneut Unternehmen für den Service zu begeistern um virtuelle Konferenzen abhalten zu können. Ob dieser Weg nach der Zielgruppeneingrenzung erfolgreicher wird bleibt abzuwarten. Ich persönlich zweifele jedoch daran, da sich dieser Nutzen der Plattform schon hätte längst in den Köpfen der Unternehmer hätte festigen müssen und das negative Image durch die vergangene Pleite in der 3D-Umgebung noch nicht vergessen sein dürfte.
UPDATE: Vielen Dank @Roman für den Link zu einem Spiegelartikel, der mit dem Titel „Totgeglaubte virtuelle Welt >>Second Life<< lebt munter weiter“ daherkommt!

Stefan Borchert - 23.10.2009 07:41:27 Uhr
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