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News & Blog gefiltert nach: Gestaltung

 

Hey Designer - Übernehmt Verantwortung!

geschrieben am: 22.12.2015 19:26:51 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Design Verantwortung Talk Konferenz Facebook Gestaltung

Mike Monteiro ist Designer. Er appelliert in seinem ausgesprochen interessanten Talk auf der UXLX-Conference in der Gestaltung Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für die Nutzung des Produkts, das wir gestalten. Ja, richtig. Nicht nur die Verantwortung unserem Kunden gegenüber, sondern auch die Verantwortung gegenüber dem Kunden unseres Kunden - dem Endverbraucher.


So präsentiert er als Einleitung einen Fall eines Mädchens, die auf Grund Ihrer Facebooknutzung ihrer sexuellen Orientierung und dreier Designentscheidungen des Unternehmens Facebook große familiäre Probleme bekommen hat.


Ein klassischer Fall von unverantwortlichem Design, von dem sich Gestalter Mikes Meinung nach nicht ohne weiteres Freisprechen können, denn das Interface wurde irgendwann gestaltet. Die Auswirkungen einer komplexen Privatsphärendarstellung haben die Designer außer Acht gelassen. Es wurde entweder nicht bedacht, wie viele Millionen Menschen mit diesen Einstellungen überfordert werden und welche Nachteile diesen durch dieses schlechte Design entstehen können, oder es wurde einfach hingenommen. Da wir immer wieder darauf bestehen, dass Design nicht beliebig ist, was es meiner Meinung nach auch nicht ist, so müssen wir uns auch der Verantwortung, die durch den Prozess angestoßen wird stellen und diese reflektieren.
Es gehört nach Mikes Vorstellung somit zu den Kernaufgaben eines Designers Verantwortung zu übernehmen und die Prozesse zu beeinflussen. Eine äußerst gesunde Einstellung wie ich finde, zu der er den Zuschauern seines Talks einige Appelle zur Umsetzung dieser Verantwortung mitgibt.


Hier findet ihr den knapp einstündigen Vortrag. Reflektiert ihn für euch und übernehmt Verantwortung:

 

Stefan Borchert - 22.12.2015 19:26:51 Uhr
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Digitale interaktive Kunst: Momentum

geschrieben am: 08.12.2014 17:33:57 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Motion Design Design Kunst Interaktiv Kreativität Medienkünstler Gestaltung Medien Audio Musik Visualisierung Sound

momentum

Momentum ist eines dieser Projekte, die zeigen, wie digitale Kunst funktionieren kann. kling klang klong, zuständig für die Audioproduktion und das Berliner Studio Schnelle Bunte Bilder, zuständig für die Visualisierung, haben gemeinsam ein interaktives Framework entwickelt, das mit Hilfe von Microsoft Kinect Bewegungen in Musik übersetzt. Herausgekommen ist ein Musikerlebnis aus Klängen und einer Partikelsystemvisualisierung. Virtuelle Räume entstehen, Musik wird sichtbar.


Wenn ihr einen Blick hinter die Kulissen werfen wollt, gibt es hier noch ein „Behind the Screens“ zu betrachten. Für den Ein oder Anderen sicherlich eine spannende Sache sich das Setup genauer anschauen zu können :)

 

Stefan Borchert - 08.12.2014 17:33:57 Uhr
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Medienkünstler

geschrieben am: 18.11.2013 20:22:12 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Medien Kunst Medienkünstler weAREmedienkuenstler Caravaggio Warhol Picasso Van Gogh Gestaltung

Was machen eigentlich Medienkünstler? Klar, jeder von uns kennt klassische Künstler. Jeder von uns hat wahrscheinlich auch einen bekannten Lieblingskünstler, dessen Werke ihm besonders gut gefallen. Bei dem einen ist es Caravaggio, beim nächsten ist es Warhol und der nächste verliert sich in Bilder Van Goghs. Wenn ich an klassische Kunst denke habe ich meist Bilder von Picasso im Kopf. Seine Kunst hat es mir in gewisser Weise angetan - sie regt mich an immer wieder neue Dinge in den Bildern zu entdecken.


Moderne Medienkunst von weAREmedienkuenstler
Doch nicht mein Kunstgeschmack unter den klassischen Disziplinen soll Thema dieses Blogeintrags sein. Viel mehr möchte ich auf eine Website von Medienkünstlern aus Weimar aufmerksam machen, bei denen ich tolle Medienkunst-Projekte entdeckt habe und mich in diese hinein verloren habe. Mir ging es wie bei einem Picasso. Jedes Projekt hat seine individuelle Daseinsberechtigung. Jedes Projekt fasziniert auf eine andere Weise. Nehmt euch die Zeit und entdeckt einige Arbeiten von weAREmedienkuenstler.

Zwei Projekt der Weimarer Studenten Moritz und Frederic, um die Vielfältigkeit solcher Projekte zu zeigen:

 

 

Echt cool, was ihr da macht Jungs!
Ich freue mich weitere Projekte von euch zu sehen!

 

Stefan Borchert - 18.11.2013 20:22:12 Uhr
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Designtrends: Authentically digital vs. Skeuomorphism Design

geschrieben am: 26.01.2013 17:13:47 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Authentically digital Skeuomorphism Design Design Gestaltung Webdesign Windows 8 Apple Trends

Als Designer beschäftigt man sich viel mit Trends und Gestaltungstheorien. Was ist zur Zeit aktuell - welche Designströmungen beeinflussen zur Zeit die Community und was wird eigentlich als modern wahrgenommen? Aus diesem Grund möchte ich nun zwei gegensätzlich, gleichzeitig jedoch hoch moderne Designströmungen vorstellen: "Authentically digital" und "Skeuomorphism Design"


Was ist Authentically digital ?
Das Designprinzip des "Authentically digital" besagt, dass das digitale Produkt für sich stehen kann und eine Nachahmung der Realtität nicht benötigt. Das digitale Produkt - also zum Beispiel eine App, eine Website etc. - steht zu seinem digitalen Aussehen und seiner digitalen Nutzung. Eine Nachahmung von Produkten aus der Realität wird nicht benötigt.
Das noch relativ frische Betriebssystem Windows 8 stellt das Designprinzip des Authentically digital als eine der Hauptdesignrichtlinien in den Fokus der Gestaltung. Die inzwischen weltweit bekannte "Windows 8 UI" (ehemals "Metro UI") erinnert somit an keine realen Objekte, sondern setzt sich aus digitalen Flächen zusammen.
Doch auch im Webdesign bedienen sich viele Seiten diesem Designtrend. Ein Beispiel aus dem Web ist die sehr gelungene Präsentation der Google-Datencenter. Das frische Kacheldesign verzichtet auf unnötige Schatten und sonstige Analogien zur realen Welt.


 Google Datencenter
Screenshot: Google Datencenter-Website (Stand 20.01.2013, Link)


Doch auch andere bekannte Brands haben sich für den "Authentically digital" Designansatz entschieden. So hat beispielsweise die BBC bei Ihrem Sender-Relaunch vor wenigen Wochen ebenfalls ihr Erscheinungsbild in den digitalen Medien überarbeitet. Die Website ist hierbei ebenfalls sehr stark dem Gedanken der Reduktion und der digitalen Fläche unterworfen. (Update: Auch die Seite des ZDF ist, obwohl sie sehr unterschiedlich in der Gestaltung zum BBC-Design ist, "Authentically digital".)


Und was ist nun "Skeuomorphism Design"?
Unter dem Begriff "Skeuomorphism Design" versteht man ziemlich genau das Gegenteil des "Authentically digital". Hier lehnt sich die Gestaltung sehr stark an vorhandene reale Objekte an. So wird ein E-Book-Reader als Bücherregal, eine Kalenderfunktion als Taschenkalender oder eine Darstellung der Uhrzeit als Wanduhr gestaltet. Der Nutzer erlernt die Bedienung an Hand der für ihn bekannten Objekte.
Apples Betriebssystem iOS ist sehr stark mit Elementen "Skeuomorphism Design" durchzogen. Doch auch viele Webseiten greifen auf dieses Gestaltungsprinzip zurück. So sind Warenkörbe meist als Einkaufstüten gestaltet oder schriftliche Kontaktmöglichkeiten mit einem Brief symbolisiert.


 Burgerking
Screenshot: Produktpräsentation des "Whopper" auf der Burgerking Website (Stand 26.01.2013, Link)


Burgerking nutzt zur Präsentation seiner Produkte neben einer Medienbühne ein aufgeschlagenes Kochbuch. Der Kochbuchcharakter wird durch angehängte Zettelchen, die mit Büroklammern befestigt sind verstärkt.


Schlusswort
So unterschiedlich die beiden Designtrends sind, so interessant ist es jedoch diese gegensätzlichen Gestaltungsarten zu betrachten. Es gibt Verfechter beider Trends - doch kommt es schlussendlich immer darauf an, ob und wie einer dieser Trends zu einer Marke, Person etc. passt. Einen Trend nur des Trends halber mitzugehen macht im Design ebenso wenig Sinn wie in der Mode.


Preisfrage zum Schluss: Na, welchen Designtrend greift meine Website hauptsächlich auf?

Stefan Borchert - 26.01.2013 17:13:47 Uhr
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