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Werbung in Zeiten des Web2.0 – Blogger im Blick

geschrieben am: 23.07.2009 18:25:03 Uhr, Typ: Blog
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Nachdem in den letzten Tagen Werbung und Blogger einen bunten Cocktail von Nachrichten veranlasst haben möchte ich keinen weiteren Beitrag zu den aktuellen Vorgängen im Fall Vodafone niederschreiben. An Stelle dessen möchte ich Wege des Web 2.0 aufzeigen, die innovative Möglichkeiten zum Werben darstellen und Firmen somit auf unkonventionelle Art und Weise in das Bewusstsein, des vor allem jungen Publikums, rufen.
Betrachten wir zuerst einige inzwischen klassische Wege, die ein modernes Unternehmen gehen kann. Bei diesen klassischen Wegen des Web 2.0 kann man beispielsweise auf einen der Vorreiter der Branche verweisen, den Frosta-Blog (www.frostablog.de/blog). Seit inzwischen fast 4 Jahren betreibt die Firma Frosta einen Firmenblog, auf welchem Sie den Kunden neben Werbung, Gewinnspielen und Rezepttipps allerlei wissenswerte Dinge um die Produktion und das Qualitätsbewusstsein spiegelt. Diesen sympathischen Einblick hinter die Kulissen des Unternehmens, in Kombination mit Produktinformationen, macht den Charme diese Werbemöglichkeit aus. Doch an dieser Stelle stellt sich die Frage „Weshalb betreiben so wenig Firme eigene Blogs?“. Die Antwort ist relativ schnell beantwortet – bloggen ist arbeitsintensiv. Die meisten Firmen beschließen lieber einen Werbeetat als in regelmäßigen Abständen etwas Interessantes über sich selbst zu berichten.
Ein weiteres Medienphänomen, welches sich inzwischen fest in unserer Gesellschaft etabliert hat sind Gruppen in sozialen Netzwerken, die von den einzelnen Marken gesponsert werden. Durch ein Engagement der Unternehmen kann zielorientierte Werbung platziert werden, da sie nur Nutzer, die wirkliches Interesse an den Informationen haben erreichen. Des Weiteren kann sich ein Schneeballeffekt einstellen und die Gruppe schnell aktive Besucher gewinnen. Ein weiterer denkbarer Schritt ist eine Kooperationen mit einem sozialen Netzwerk. So lässt ebenfalls ein erhöhtes Markeninteresse erzeugen. Gemeinsame Gewinnspiele der Netzwerke und entsprechender Sponsoren sind inzwischen alltäglich.
Ähnliche wie mit gesponserten Gruppen in sozialen Netzwerken verhält es sich mit Video-Clips, die in den bekannten großen Videoportalen publiziert werden. Zum Teil werden diese Clips extra für das Internetpublikum produziert, zum Teil zeigen sie jedoch nur die Werbespots der Anbieter. Auf jeden Fall lässt sich durch diese Nutzung der Videoportale Aufmerksamkeit generieren. Ob sich der Aufwand für die Produktion eines neuen Clips lohnt, entscheidet am Ende der Nutzer mit seiner Bewertung und entsprechenden Kommentaren.
Kommen wir zu einem weiteren Medium, das sich in den vergangenen Monaten stark entwickelt hat: Twitter. Der Microblogginganbieter hat vor allem durch die Präsenz während der Iran-Unruhen starkes Interesse in Bevölkerung geweckt. Von diesem Interesse profitieren vor allem junge dynamische Unternehmen wie „MyMüsli“. So nutzen einige Unternehmen Twitter inzwischen als anerkannten Support-Service für ihre Produkte und Austauschplattform mit ihren Kunden (@mymuesli, @tuiflycom). Andere Unternehmen, die ebenfalls Innovation ausstrahlen wollen und am Puls der Zeit agieren, wie zum Beispiel die Lufthansa (@lufthansa_de) nutzen die Möglichkeiten von Twitter nur einseitig. Sie reagieren nicht auf ihre Kunden im sozialen Netzwerk und betreiben einseitige, wenn auch nicht ganz uninteressante Kommunikation. (Wo wir schon mal beim Thema sind: Auch hier gibt es innovative Ideen um User anzulocken z.B.: @lufthansa_de verlost Fluggutscheine, wenn bis zum 31. August 10000 Menschen dem Lufthansa-Twitterstream folgen.).
Einen ganz anderen Ansatz verfolgte der Nachschlagewerk-Hersteller „Pons“ vor wenigen Tagen, als er bekannten Blogs eine Schulnote für ihre (hoffentlich) fehlerfreie Blogeinträge verlieh. Dazu analysierte Pons jeweils einen Blogeintrag des Blogs, markierten alle Fehler und sendeten diese Analyse zusammen mit einem kurzen persönlichen Anschreiben in Form eines Schulheftes an die Betreiber der Blogs. Diese waren durch die außergewöhnliche Aktion meist sehr positiv überrascht, sodass sie entsprechend positiv über die Korrektur berichteten (z.B.: www.basicthinking.de).
Doch auch abseits dieser Möglichkeiten bieten sich Dank dem Web 2.0 und der Tatsache, dass viele Nutzer immer und überall die Möglichkeit haben das Internet zu nutzen, neue Wege für die Werbung. Es bleibt also spannend, wie die Werbebranche auf die neuen Möglichkeiten reagieren wird. Guerilla-Marketing, QR-Codes, die Verknüpfung von Online- und Offline-Kampagnen und schließlich die technische Entwicklung und Verbreitung der Entwicklungen werden die Themen der Werbebranche in den nächsten Jahren sein.

Stefan Borchert - 23.07.2009 18:25:03 Uhr
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