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Logodesign ein kritischer Blick auf aktuelle Trends

geschrieben am: 06.02.2010 10:45:39 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Logo Design Trends

Inspiriert von zahlreichen Logo-Rebrushes in den letzten Wochen habe ich entschlossen mich der Thematik Logo-Design in einem Blogeintrag zu widmen.
Falls ihr euch nun fragt, welche großen Firmen in den letzten Wochen oder Monaten ihr Logo erneuert haben so möchte ich euch beispielsweise auf GEZ, AOL, Click and Buy oder Union Investment hinweisen.
Wenn man die Entwicklungen im Logo-Design beobachtet fällt auf, dass viele Logos inzwischen für digitale Medien abgeändert (zum Teil sogar optimiert) werden. Es finden sich immer häufiger Logos mit Verläufen, Glanzeffekten oder Spiegelungen in den CIs der Firmen wieder. Doch woran liegt das? Eigentlich sind diese Logos doch für Printmedien ungeeignet. Ich denke, dass die meisten Auftraggeber ihre Logos mit Logos von Internetplattformen, die vorzugsweise im Web2.0 agieren, vergleichen. Am Bildschirm sieht ein Logo auf den ersten Blick wertiger aus und macht mehr Eindruck wenn es mit Glanzeffekten usw. versehen ist. Die wenigsten Auftraggeber bedenken, dass die meisten großen Unternehmen auf solche Spielereien verzichten oder zumindest nur sehr dezent einsetzen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Logo in gedruckter Form auf Spiegelungen und Glanzeffekte verzichtet – im Web dezente Effekte genutzt werden können ohne dass die Aussage des Logos verändert wird.

Daher kurz eine Zusammenfassung welche Medien ein Logo im Idealfall abdecken sollte:

  • Druck (von Hausgroß – über Briefpapierlogo – bis zur Briefmarke)
  • Web (von Favicon bis Websitelogo)
  • Stempel (= schwarz-weiß)
  • Fax (= schwarz-weiß)
  • auf diversen Untergründen (z.B.: Stoffen, Metall, …)
  • Wie ihr seht, erfüllen die typischen Web2.0 Logos leider die meisten Vorraussetzungen nicht und es müssen ähnliche Logos für die anderen Medien erstellt werden.
    Daher mein Tipp: Verzichtet als Gestalter nach Möglichkeit auf Effekte und klärt entsprechende Kunden über die Nachteile dieser auf. Wenn ein Kunde weiterhin auf grafische Spielereien besteht ist es empfehlenswert diese möglichst dezent einzusetzen um kleine Hervorhebungen im Web möglich zu machen – die Printversion jedoch möglichst ohne diese Effekte zu publizieren.

    Stefan Borchert - 06.02.2010 10:45:39 Uhr
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