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Liebe TV-Macher - Wie wäre es mit Interaktion?

geschrieben am: 22.11.2009 15:20:51 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: TV Twitter Interaktion

Animiert durch einen Artikel auf „Quotenmeter“ habe ich mir die Frage gestellt, wie ein Mashup von Twitter und TV aussehen könnte und ich kam zu zahlreichen interessanten Dingen, die auch schon heute möglich wären.
Vorraussetzung für eine Sendung, die vom Zuschauer beeinflusst werden kann, ist natürlich dass diese live gesendet wird. Dies ist im Moment leider bei den wenigsten Sendungen der Fall - dabei gibt es zahlreiche Formate, die sich für eine Live-Show anbieten würden.
Denken wir zum Beispiel an die Impro-Comedy „Schillerstraße“. Sie wirkt dadurch, dass der Zuschauer nicht direkt weiß, in wie weit die Schauspieler eingeweiht sind etwas gestellt und es fehlt meiner Meinung nach der letzte Schliff. Wieso geht ein Unternehmen wie Sat1 nicht hin und produziert die Sendung live und lässt die Zuschauer per Twitter Ideen zur laufenden Sendung einsenden, sodass die Spielleiterin gute Ideen sofort weitergeben kann und die Akteure auf der Bühne wirklich improvisieren müssen. Es würde die Glaubwürdigkeit der Sendung steigern und könnte gleichzeitig die Zuschauer einbeziehen – In meinen Augen eine gelungene Verknüpfung.
Ein weiteres Beispiel sind diverse Talksendungen mit Politikern. Diese wirken zwar authentisch, beantworten jedoch die Fragen des Publikums selten. Welche Möglichkeiten gibt es aktuell einzugreifen und eine Frage zu stellen? Sehr wenige… Man kann bei Maybrit Illner Fragen per YouTube stellen, diese müssen jedoch da sie vergleichsweise zeitaufwändig sind frühzeitig gestellt werden und es besteht keine direkte Interaktion mit dem Zuschauer. Auch hier könnte Twitter eine Schnittstelle bieten. Es müsste lediglich eine Person die Nachrichten filtern und so könnten der Moderatorin stets aktuelle Fragen der Zuschauer auf einem Display gezeigt werden. Ob auf diese eingegangen wird oder nicht kann die Moderatorin nach wie vor entscheiden.
Als dritte und letzte Überlegung denke ich an diverse Rate-Shows. Wieso erstellt man nicht einen Account für eine Show und lässt die Leute per Direct-Message mitspielen? Am Ende jeder Sendung könnten dann ein kleines Preisgeld oder ein Sachgewinn an den besten Twitter-Spieler verschenkt werden und sein Twittername würde am Ende der Sendung eingeblendet werden.
Dies sind drei Ansätze, die mir ziemlich spontan nach dem Lesen des besagten Artikels zu Nutzung von Twitter in TV-Sendeanstalten kam. Ich hoffe, dass dieses Potential das hinter solch einer Verbindung von Medien steckt entdeckt und genutzt wird.

 

 

PR-Studenten und Professoren und Gestaltung…

geschrieben am: 16.11.2009 22:38:47 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: PR PR-Buch MHMK Studium

… ein Kapitel für sich! Wie ich evt. schon mal erwähnt habe, bin ich dieses Semester Teil einer Lehrprojektgruppe, der die Ehre zu Tage kommt ein Buch über PR-Größen zu gestalten.
Eigentlich hatte ich vor diesen Blogbeitrag schon am Wochenende zu schreiben - es ist jedoch etwas ins Hintertreffen geraten… Was gibt es Neues zu berichten?
Ich kann euch berichten, dass PR-Studenten und PR-Professoren manchmal doch ziemlich locker auf gute Gestaltung reagieren können und diese würdigen, wenn man ihnen erklärt, dass das Schreiben in Word leider nicht viel mit guter Gestaltung von Texten zu tun hat. Auch ein reiner Textroman mit einem Passfoto neben dem Namen der Person, die präsentiert werden soll, entspricht noch nicht so ganz meinen Ansprüchen der guten Gestaltung.
Genau diese Erfahrung und diesen Aufklärungsbedarf durfte ich am Freitag erleben, als ich im Namen meiner Lehrprojektgruppe einem bunten Haufen von Studenten aus dem dritten und vierten Semester unsere Rasterentwürfe für das im Januar erscheinende Buch (sofern wir Texte von den PR-Leuten bekommen…) präsentieren durfte. Zuerst hat man die Verunsicherung der PRler gemerkt, da die zusätzliche Stunde, die in ihrem Stundenplan verzeichnet war zuerst für Verwunderung sorgte. – Getreu dem Motto: Wieso dauert es so lange Vorschläge für die Gestaltung eines Buches zu machen? - Nachdem die erste Scheu vor dem Thema gefallen war und zunehmest der Sinn hinter einem Raster verstanden wurde blühten unsere lieben Mitstudenten auf. Nach der Präsentation entbrannten wilde Diskussionen und Argumentationen für einzelne Entwürfe und wir hatten unser Ziel erreicht. Es ist verstanden worden, dass für das Buch eine Gestaltung von Nöten ist – doch welcher der sechs vorgestellten Raster am besten geeignet ist, unterliegt wie bekanntlich so oft in den Disziplinen des Designs, dem persönlichen Geschmack.
Ich bin stolz auf die Entscheidung der PRler, da sie in der an die Präsentation folgenden Abstimmung bewiesen haben, dass sie unserem Appell keine Angst vor etwas Neuem beherzigt haben und zumindest einen Entwurf ausgewählt haben, der uns Gestaltern eine Vielzahl von Freiheiten lässt. Sie haben sich zielsicher gegen einen „Standartentwurf“ gewehrt, der ebenfalls in der Bandbreite der Formate und Raster vorhanden war.
Ich kann es nur wiederholen: Ich bin stolz auf alle, die sich von den Fesseln des klassischen Rasters gelöst haben! (auch wenn ihr noch mutiger hättet sein können – es war noch Luft nach oben *zwinker*)

 

 

Plakat Forum Mediendesign 09

Forum Mediendesign 2009

geschrieben am: 04.11.2009 21:13:41 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Mediendesign Forum Mediendesign

Am Samstag findet im Museum Ludwig das Forum Mediendesign 2009 statt, das von der Rheinischen Fachhochschule Köln organisiert wird. 2007 wurde das Forum Mediendesign zum ersten Mal organisiert und geht somit dieses Jahr bereits in die dritte Runde.
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet „Gutes Design (weckt Emotionen)“.
Hochkarätige Referenten lassen viel von dem kommenden Programm erwarten. So spricht beispielsweise Götz Ulmer für die Agentur Jung von Matt (Hamburg), Prof. Fons Hickmann (sehr viele Designpreise gewonnen) oder der Fotograf Dieter Blum, der sich hauptsächlich mit Werbefotografie einen Namen verdient gemacht hat. Doch auch die anderen Sprecher der Veranstaltung lassen viele interessante Einblicke erwarten, sodass ich den kommenden Samstag mit ziemlicher Sicherheit in Köln verbringen werde und zumindest für einen Teil der Veranstaltung im Museum Ludwig anwesend sein werde.
Also noch einmal für alle in Kürze: Samstag ab 13 Uhr im Museum Ludwig.
PS: Im vergangenen Jahr habe ich ebenfalls an dieser Veranstaltung teilgenommen und war ziemlich begeistert.

 

 

Navigation By Google

Google Streetview bekommt einen Sinn

geschrieben am: 29.10.2009 18:21:27 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Google Streetview Navigation

Bis vor wenige Stunden hatte Googles Streetview für mich keinen Sinn. Es grenzte auch in meinen Augen eher an ein sinnloses Abfotografieren aller Straßenzüge der Welt. Eher ein Prestigeprojekt – dachte ich bis jetzt.
Als ich heute auf netzwertig.com über Googles Navigationssoftware laß änderte sich meine Sichtweise schlagartig und ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass Streetview der Menschheit einen echten Mehrwert bringen könnte (mit diesem Empfingen war ich wohl nicht alleine… Börsenkurse von TomTom und Garmin sprechen Bände!).
Google hat durch Streetview zahlreiches Fotomaterial von Straßenkreuzungen und unübersichtlichen Verkehrsführungen zur Verfügung und stellt die Kombination dieses Wissens zum ersten Mal bei der Vorstellung des neuen Motorola-Droid vor. Einfach gigantisch, welches Potential hinter solch einer Navigationssoftware steckt und wie klar einfache Befehle wie „biegen Sie die zweite Straße halb rechts ab“ auf einmal werden können. Wenn diese Software in Zukunft auf immer mehr mobilen Endgeräten installiert sein wird – könnte ich mir vorstellen, dass eine neue Ära der Navigationssystem anbricht. Die Möglichkeit auf eine zukünftige Marktführerschaft des Suchmaschinenriesen im Bereich der Navigationsbranche ist bei dieser Ausgangslage nicht von der Hand zu weisen.
Bild von Silicon Alley Insider

 

 

Facebook rudert im Bezug auf Echtzeitfeeds zurück!

geschrieben am: 27.10.2009 18:37:44 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Facebook

Facebook, inzwischen auch in Deutschland sehr beliebt und nach der VZ-Gruppe Anbieter des Benutzerreichsten sozialen Netzwerks, hat eine Anpassung der Startseite aus dem März wieder teilweise verworfen.
Im März hatte man die Newsfeeds, die algorithmisch gefüttert werden und möglichst relevante Neuigkeiten für ein Mitglied anzeigt, an eine unprominentere Stelle verschwinden lassen. An ihre Stelle rückten Live-Feeds, die eine Art Microbloggingdienst für Facebook darstellen.
Nun ist es so weit, dass Facebook diese Neuerung zurückgezogen hat und die alten Newsfeeds zurückbegrüßt. Die Echtzeit-Nachrichten sind ab sofort nur noch per Klick verfügbar. An die Qualität von Twitternachrichten sind die Echtzeitfeeds (Live-Feeds) nie herangekommen, da die Facebooknutzer diese anders genutzt haben (Gleiche Problematik existiert im Übrigen in den VZ-Netzwerken ebenfalls. Buschfunk und Twitternachrichten sind nicht vergleichbar!)
Die Rückkehr zu den Newsfeeds begründet Facebook in einem Blogeintrag auf dem Facebook-Blog mit dem Feedback der Nutzer und zeigt, dass das größte soziale Netzwerk der Welt seine Strategie den Nutzern, Nutzerzahlen und der Verweildauer der Benutzer auf der Plattform anpasst und nicht aktuellen Trends auf „Teufel komm raus“ folgt. Ich bin gespannt, wie Facebook in Zukunft mit seiner alten Strategie, der Annäherung an Twitter, verfahren wird.

 

 

Verlag Eichborn Logo

Werbemedium Fliege

geschrieben am: 23.10.2009 10:17:34 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: Marketing Fliegen

Ui was habe ich da gerade auf YouTube gefunden! - Das darf ich euch nicht vorenthalten! Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ließ die Agentur Jung von Matt für den Verlag Eichborn Fliegen mit kleinen Werbebannern fliegen. Die kleinen Tierchen flogen somit durch die Hallen und sorgte durch ihren ungewöhnlichen „Anhang“ für rege Aufmerksamkeit!
Innovativ, spektakulär und eine gute Umsetzung – Einfach perfekt!

 

 

 

Gibt es Second Life noch?

geschrieben am: 23.10.2009 07:41:27 Uhr, Typ: Blog
Tags zu diesem Artikel: SecondLife

Auf Grund meines Studiums musste ich mich vergangene Woche bei Second Life anmelden, da wir eine Projektarbeit über die Plattform medial begleiten sollen. Durch diese Aufgabe wurde mir das Hypethema vergangener Zeiten wieder ins Gedächtnis gerufen.
Die meisten von uns wissen, dass Second Life aktuelle größte Probleme hat. Der Hype ist vorbei – die Unternehmen haben sich größtenteils wieder aus ihrem zweiten Leben zurückgezogen, nachdem sie mit einem Schlag alle vertreten sein wollten. Auch viele große deutsche Unternehmen wollten sich auf der neuen Plattform präsentieren und haben fleißig Agenturen beauftragt ihre digitale Welten zu erschaffen. Doch der Erfolg dieser Aktivitäten blieb aus und somit begann nach und nach der Rückzug. Gründe sind, dass potentielle Kunden selten auf einer Plattform wie Second Life nach Informationen suchen, Produkte kaufen oder die Unternehmensprofile überhaupt besuchten. Die virtuelle Welt ist zu langsam und zu umständlich um Unternehmenskommunikation zu betreiben. Vergleichen wir Second Life mit den aktuellen Hypethemen Twitter und Facebook, so erkennen wir, dass diese durch ihre Geschwindigkeit, ihre Kundennähe, ihre Nutzungsmöglichkeiten und durch ihre Implementierung sowie Verknüpfung viel interessanter sind. Faktisch ist und war der Service immer vom restlichen Internet getrennt, was ein Mashup verhindert hat. Eine Schnittstelle mit anderen Onlineinhalten fehlte vollständig.
Eine weitere Zielgruppe, die ursprünglich angesprochen werden sollte, die Zielgruppe der Spieler, hat sich längst aus ihrem zweiten Leben verabschiedet (wenn sie überhaupt da war!). Grafik, Gameplay und keine nennenswerte Geschichte haben die Spieler verschreckt und zu Simulationsspielen wie „Die Sims“ zurückgeführt oder andere Onlinewelten entdecken lassen (World of Warcraft).
Heute versucht Second Life erneut Unternehmen für den Service zu begeistern um virtuelle Konferenzen abhalten zu können. Ob dieser Weg nach der Zielgruppeneingrenzung erfolgreicher wird bleibt abzuwarten. Ich persönlich zweifele jedoch daran, da sich dieser Nutzen der Plattform schon hätte längst in den Köpfen der Unternehmer hätte festigen müssen und das negative Image durch die vergangene Pleite in der 3D-Umgebung noch nicht vergessen sein dürfte.
UPDATE: Vielen Dank @Roman für den Link zu einem Spiegelartikel, der mit dem Titel „Totgeglaubte virtuelle Welt >>Second Life<< lebt munter weiter“ daherkommt!

 

 

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